Flucht und Asyl in der Weltpolitik

Prof. Abdo-Abboud und Georg-D. Schaaf

Drei exponierte Veranstaltungen zum Thema  „Flucht und Asyl in der Weltliteratur“ fanden seit dem Herbst 2016 im Rahmen der Politischen Bildung in der Volkshochschule Münster statt – immer mit einer Auswahl von Gedichten, Erzählungen und Kurzfilmen. Im Januar stand die persische Literatur Irans im Mittelpunkt. Die Autorin Dr. Fereshte Hedjazi stellte ein Stück aus ihrem Werk vor.

Auf vielfältige Weise spiegelt die iranische Literatur Ursachen wie Folgen von Flucht, Ächtung, Exil und Verbannung unter zwei autoritären Regimen. Für viele Autorinnen und Autoren, die unter dem letzten, prowestlichen Schah von Persien vertrieben oder zum Schweigen gebracht worden waren, setzten sich Repression und Entfremdung von der Heimat in der nachfolgenden Islamischen Republik Iran fort. Gelesen wurden Texte unter anderem von Hila Sedighi, Fereydun Moschiri und SAID. Die junge Autorin Hila Sedighi sitzt seit Anfang 2016 wegen „kultureller Verbrechen“ in Teheran in Haft.

Beim nächsten Termin im Februar stand die arabischsprachige Literatur Afrikas im Fokus. Prof. Abdo Abboud und Georg-D. Schaaf gaben einführende Infos zur Geschichte und zu Werk und Lebensläufen der Autoren/-innen. Abdo Abboud ist Professor für Komparatistik und Weltliteratur an den Universitäten Damaskus und Münster. Georg-D. Schaaf arbeitet als freier Lektor in Münster.

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