Nicht vom Brot allein…

Wuppertal. Menschen leben nicht vom Brot allein – sie wollen auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Können sie das nicht, vereinsamen sie. Bildung ist für ein selbstbestimmtes Leben unverzichtbar und macht so die Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben erst möglich: Bildung darf also keine Frage des Geldes sein.

Wie erreichen wir aber Menschen, die sich Weiterbildung nicht leisten können?

Wie verhindern wir, dass sie sich Bildung nicht mehr leisten können? Diese Fragen hat sich die Bergische Volkshochschule gestellt – und im Dezember 2016 als erste Maßnahme 300 Gutscheine über je 100 € an die Solinger und die Wuppertaler Tafel verschenkt.

Weiterbildung für alle

Mit den Gutscheinen möchte die Bergische Volkshochschule Menschen die Teilnahme an ihrem Weiterbildungsangebot ermöglichen, denen es an Geld fehlt. Neben Wissensvermittlung und Freude am Lernen sind soziale Kontakte ein wichtiges Ziel der Volkshochschularbeit, denn Armut ist häufig auch mit einer Begrenzung von sozialen Kontakten verbunden.

Über die Vergabe der Gutscheine entscheiden die Tafeln – und zwar völlig frei. Sie kennen Ihre Kundinnen und Kunden und können am besten einschätzen, wer sich über den Gutschein freut und ihn einlöst. Der Gutschein kann innerhalb eines Jahres nach Ausstellung für alle Kurse und Veranstaltungen der Bergischen Volkshochschule eingelöst werden. Selbstverständlich wird er auch akzeptiert, wenn Angehörige des Empfängers ihn einlösen möchten.

Zusätzlich kann der Gutschein mit den Teilnehmenden-Rabatten (50%) für folgende Gruppen kombiniert werden:

  • Empfänger/-innen von Arbeitslosengeld I, II oder Sozialhilfe
  • Inhaber/-innen des Solingen- oder Wuppertal-Passes
  • Schülerinnen und Schüler
  • Vollzeit-Studierende
  • Freiwillige im Sinne des Bundesfreiwilligengesetzes (BuFDis)
  • Auszubildende
  • Teilnehmende an einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr

Mit dem 100 €-Kursgutschein können also Kursbelegungen im Wert von 200 € generiert werden.

Die Aktion fand in den örtlichen Zeitungen und der WDR-Lokalzeit eine sehr positive Resonanz. Eine Evaluation ist für den Herbst 2017 vorgesehen. Danach soll über die Fortsetzung/Ausweitung entschieden werden.

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