Bildungswoche der vhs Eschweiler zum Umbau der Kohleregionen

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Die Volkshochschule Eschweiler veranstaltet zum Thema Kohleausstieg ein Bildungs-, Exkursions-und Austauschprogramm am Beispiel des Rheinischen Braunkohlereviers. Die hochkarätig besetzte Bildungswoche findet vom 19.10. bis zum 23.10. statt. Die Veranstaltung zielt auf Akteure, die sich beruflich mit dem Strukturwandel in Kohleregionen beschäftigen. Sei es in der Projektentwicklung, der Wirtschaftsförderung, in Verwaltung, Planung oder in Verbänden. Ebenfalls angesprochen sind Bürger*innen, die sich z.B. in Stadträten, Umwelt-, Wirtschafts- oder Sozialinitiativen oder Vereinen engagieren.

Presseinformation der vhs Eschweiler

Milliarden-Umbau der Kohleregionen. Das bringt was?!

Dass der Bundestag das Kohleausstiegsgesetz beschlossen hat, wurde hinlänglich berichtet. Nun startet der größte regionale Strukturwandelprozess seit der Wiedervereinigung. Rund 40 Milliarden – 40.000.000.000 ! – Euro Förderung für die Braunkohle-Reviere dienen der Bewältigung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Folgen des Kohle-Ausstiegs bis 2038.

Man fragt sich, wofür das ganze Geld hier und in den ostdeutschen Revieren ausgegeben werden soll. Wie kann es gelingen, dass nicht nur Geld verbrannt wird? Wie gelingt es, dass aus dem Ausstieg ein Umstieg und später ein Einstieg wird? Wie können neue Arbeitsplätze entstehen? Wie kann die Region optimistisch in die Zukunft schauen? Wie können die Gräben, die der Konflikt um die Braunkohle hat entstehen lassen, überbrückt werden? Kurz: Wie kann der Strukturwandel gelingen?

„Bildung sollte am Anfang stehen“, zeigt sich die Leiterin der vhs Eschweiler Silvia Hannemann überzeugt. Die vhs will deshalb erste Antworten auf die Fragen geben. „Als Bildungseinrichtung befinden wir uns im Zentrum des Strukturwandels“, erläutert Hannemann: „Allein im Kraftwerk Weisweiler sind laut Zahlen von RWE rd. 660 Mitarbeitende betroffen, im Tagebau Inden noch einmal ca. 600.“ Die Volkshochschule veranstaltet vor diesem Hintergrund ein Bildungs-, Exkursions- und Austauschprogramm am Beispiel des Rheinischen Braunkohlereviers. Die Bildungswoche findet vom 19.10. bis zum 23.10. statt.

Die Veranstaltung zielt auf Akteure, die sich beruflich mit dem Strukturwandel in Kohleregionen beschäftigen. Sei es in der Projektentwicklung, der Wirtschaftsförderung, in Verwaltung, Planung oder in Verbänden. Ebenfalls angesprochen sind Bürger*innen, die sich z.B. in Stadträten, Umwelt-, Wirtschafts- oder Sozialinitiativen oder Vereinen engagieren.

Die ersten 2 Tage dienen dem Kennenlernen des Rheinischen Reviers: Steinkohle, Braunkohle und das Atom. Mittwoch bis Freitag bilden Fachvorträge und Vor-Ort-Besuche einen Schwerpunkt, die dem Austausch mit Experten zu künftigen Strategien und laufenden Strukturwandel-Projekten dienen. Themen sind dann u.a. das Strukturstärkungsgesetz, Zukunftsfelder sowie Best-Practice-Beispiele aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Arbeit sowie auch Kultur, Bevölkerung und Soziales.

Die Veranstaltung ist hochkarätig besetzt und geeignet, das Who-is-Who im Rheinischen Revier kennenzulernen: z.B. Ralph Sterck (Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier), Jens Bröker (Entwicklungsgesellschaft Indeland), Regina Decherich (Team „Planen und Entwicklung“ der Gemeinde Inden), Klaus Dosch (Leiter der Faktor X Agentur), Anette Winkler (Geschäftsführerin des Aldenhoven Testing Center), Prof. Dr. Ulrich Schurr (Leiter des Instituts Pflanzenwissenschaften des Forschungszentraums Jülich),  Prof. Dr. Christiane Vaeßen (Vorsitzende des Revierknotens Innovation und Bildung) und weitere. Moderiert wird die Veranstaltung vom Förderexperten Stefan Berghaus, organisiert und begleitet durch den stellvertretenden vhs-Leiter Andreas Balsliemke.

Die Veranstaltung ist als Arbeitnehmerweiterbildung mit politischem Schwerpunkt anerkannt. Wer sie im beruflichen Kontext besucht, kann Teilnehmerbeitrag und Fahrtkosten bei der Steuer absetzen. Da mit Fraktionsgeldern auch Weiterbildung bezahlt werden kann, bietet sich die Veranstaltung auch für neue Stadtverordnete an. In NRW anerkannt ist auch die verkürzte Fassung der Veranstaltung nur von Mittwoch bis Freitag für Interessierte, die mit der Region bereits vertraut sind.

Anmeldung: www.vhs-eschweiler.de Beratung: 02403 7027-0

Bilder: Stefan Berghaus
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